
Life’s biggest tragedy is that we get old too soon and wise too late.
(Benjamin Franklin)
Prolog
Nach der kulturellen Keule in Andalusien wird es Zeit für etwas Natur und Gemütlichkeit. So erfüllen wir endlich einen lang gehegten Wunsch von Cordu und reisen nach Südengland. Das steht schon lange auf der Bucket List und ist irgendwie nie zustande gekommen, daher jetzt die Rosamunde-Pilcher-Gedächtnis-Reise - Gärten, Herrenhäuser, Schlösser, Burgen und Steilküsten - herrlich!
Wir reisen vom 20. Mai bis 10. Juni, fliegen mit Lufthansa nach London und nehmen uns dann einen Mietwagen. Übernachtet haben wir fast ausschließlich in AirBnB wobei sich herausgestellt hat, dass die Unterkünfte in der Regel besser sind, wenn der Vermieter eine Privatperson direkt ist. Alternativ hatten wir auch Unterkünfte, die von einer Firma verwaltet werden, wo der Vermieter selbst nicht in Erscheinung tritt (trotzdem AirBnB). Die waren in der Regel eher lieblos und nicht so gut gepflegt - lernen wir halt für die Zukunft.
Auch für diese Reise muss ich hier doch tatsächlich mal wieder das Wetter thematisieren. Wir hatten in 3 Wochen nicht einen einzigen Tropfen Regen - in England! Sehr merkwürdig! Ob hier wohl die Vorurteile gar nicht stimmen? Oder sind wir tatsächlich solche Glückskinder? 😉
Unsere Reiseroute führt uns quasi immer am Meer entlang durch die oben in der Karte aufgeführten Grafschaften. Wir beginnen ganz im Osten und pirschen uns dann gemütlich immer weiter vor bis in den äußersten Westen, nach Cornwall. Von dort aus fahren wir die Küste nach Norden über Devon und Somerset bis zu den Cotswolds (Grafschaft Gloucestershire). Schließlich geht es von London Heathrow wieder zurück nach Frankfurt.
Die Strecken sind generell von den Kilometern her sehr überschaubar, aber man braucht dann doch mehr Zeit, um von A nach B zu kommen, als gedacht, weil es kaum Autobahnen gibt und man oft über Land fahren muss. Diese Fahrerei ist auch für einen Vielfahrer wie mich gewöhnungsbedürftig, denn die Straßen sind oft so eng, dass kaum ein Auto Platz hat, geschweige dessen zwei oder mehrere Autos. Dafür gibt es dann immer mal wieder Ausweichstellen, die eben gerade zwei Autos aneinander vorbei lassen. Soweit so einfach, wären da nicht die Engländer, die, ohne etwas sehen zu können, einfach Vollgas durchrauschen und im Ernstfall bei entgegenkommendem Auto mit Vollbremsung in die Eisen gehen, so dass man überall Bremsspuren sieht - die spinnen, die Engländer 😄.
Ich habe mich übrigens entschlossen, die Reise nach Grafschaften zu sortieren, auch wenn wir das aufgrund der oben beschriebenen Reiseroute nicht ganz so in der Reihenfolge besichtigt haben.
So und nun viel Spaß mit dem Reisebericht!